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So, ich blogge also..

Warum heißt bloggen denn eigentlich bloggen? Egal, ich habe auf jeden Fall beschlossen, meinen kleinen und auch großen, geistreichen oder auch -losen, stimmungsabhängigen Gedanken, hier freien Lauf zu lassen.

Das ist gar nicht so einfach. Dabei habe ich immer so viel im Kopf, schlimm, deswegen spreche ich oft auch sehr schnell, aus lauter Angst, meine Gedanken verfliegen, bevor ich ihnen Worte verliehen habe.

Es gibt da jedoch auch den gegenteiligen Effekt - Sprachlosigkeit! Kennt Ihr das, Ihr habt da soviel im Kopf, in Form von Buchstaben, Bildern, Gefühlen - doch oft ist es als ob die Sprache dafür noch keinen Ausdruck gefunden hat. Manchmal gehe ich durch meine Welt und verstehe ALLES, kann es aber nicht sagen, erklären. Ging mir in der Schule ganz oft so. Vielleicht bilde ich mir das ja auch nur ein? Nein, ich habe dann keine Drogen genommen und verstehe plötzlich die ganze Welt ohne Worte.

Das hatte ich auch schon. Leider hatte ich das jedoch meist vergessen, wenn der Rausch vorbei war. Schade eigentlich, es waren ein paar geniale Erkenntnisse dabei.

22.2.08 18:18, kommentieren

Gemeinsam einsam?

Gemeinsam einsam?

Im Nebenzimmer liegt meine Mibewohnerin und schläft, ich komme gerade vom arbeiten, total müde, habe letzte Nacht durchgefeiert.

Denke über mich, das Leben, mein Leben, das der Anderen nach und komme zu dem Schluß, dass es ein schönes Leben mit vielen Erfahrungen ist, auch schmerzvoll, doch auch lustig. Es ist intensiv. Manchmal zu intensiv, ich kann mir manchmal selber nicht mehr folgen. Und dann nehme ich mir die Auszeit. Die Auszeit, die mich entspannt doch auf der anderen Seite gefährlich für mich ist.

Ich bin der festen Ansicht, dass Probleme schlicht eine Erfindung des Menschen sind. Eigentlich sind es nur Betrachtungsweisen, Situationen. Nein, nein liebe Damen und Herren, ich bin nicht erleuchtet. Ich würde sogar wagen zu behaupten, dass ich ein großer Entwickler der Probleme war/bin.

Manchmal glaube ich echt, schizophren zu sein, auf eine für die Außenwelt unerkannte Weise, alleine mein Doppelleben mit diversen Ausrastern in die gefährliche Welt der Drogen sorgt schon dafür, dass ich mir manchmál wie ein schillerndes Tierchen mit 8 Augen auf dem Rücken vorkomme.

Manchmal möchte ich beim Blick in den Spiegel am liebsten fragen: Guten Tag, wie heißen Sie denn, was machen Sie so und können Sie das gut?

Eines jedoch bilde ich mir nicht ein. Nein, zwei Dinge sogar: Ich habe einen unerschütterlichen Glauben in mich selbst, ganz tief drinnen in mir, manchmal sehr geschwächt, doch es ist immer da. Und dann - immer Glück in prikären Situationen. Gut, natürlich könnte ich diese Situationen auch umgehen -doch wie erwähnte ich bereits? Ich lebe die Grenzen des Lebens sehr intensiv aus.

Jetzt gehe ich erstmal dahin, wo´ich mich immer wohl und sicher fühle: In das Land der Träume.

Gute Nacht*

1 Kommentar 24.2.08 00:59, kommentieren

Es ist Sonntag vormittag, 10 vor 10. Die Sonne scheint durch die fastsauberen Fenster, und vor der noch verschlossenen Tür tummeln sich aufgeregte Menschengrüppchen, die aufgeregt darauf warten, dass es endlich 10 Uhr ist und sie das machen können, was sie jeden Sonntag mit Besuch, neuem Lover nach wild durchvögelter Nacht oder mit Freunden tun: Brunchen gehen, ganz gemütlich.

Für den Einen ist es die - mir unverständliche - Freude am woanders frühstücken gehen und die Kellner terrorisieren, für die Anderen? Die Anderen sind die Kellner, die sich damit auseinandersetzen müssen, oder die, für die der Sonntag vormittag in der Regel erst um 18.00 beginnt, oder die, die um 8:00 schon laufen waren und nun auf dem Weg ins Squash-Center sind, oder Gott weiß wen.

Die ganz gewitzten haben natürlich einen Tisch reserviert, und der Rest muss zusehen, schnell genug einen Platz zu ergattern. Sie trinken Milchkaffee aus Schalen, wobei der allgemeine Trend ja mittlerweile in Richtung Latte Machiato und Chai Tee geht und Orangensaft, wenn möglich frischgepresst. Natürlich ist das möglich, meine Lieben Gäste, denn dafür sind wir ja schließlich auch da. In den letzten Jahren hat sich noch ein neuer Trend festgesetzt und der heißt: Jetzt kriegen wir Kinder, ganz viele und alle auf einmal und dann nehmen wir die süßen Kleinen ganz einfach mit? Irgendwer wird sich schon drum kümmern, denn alle finden kleine Kinder ja so süüß.

Das ist ja alles richtig und mag so sein, doch wie auch sonst überall im Leben kommt es auch hier auf das gescheite Mittelmaß an. Der leider völlig verloren gegangen ist.

Ich will mich aber auf keinen Fall beschweren, nein, nein. Ich betrachte dies als Menschenstudien und lerne sehr sehr ruhig und sehr sehr  gelassen zu werden.

Das ist doch toll. Und irgendwann, so gegen 16:00 Uhr kommen ja dann auch die verschnuffelten und verschlafenen Nachtgewächse, deren Tag (Sonntag) jetzt erst beginnt. Auch die sich in der Nacht getroffenen und immer noch zusammenen One-Night-Pärchen sind da.  Auch längere.

´Leben wir nicht in einer verrückten Welt, ich meine es sind fast Parallelwelten, die tageintagaus so nebeneinanderher leben, so viele verschiedenen Gefühlsmomente der Menschen gleichzeitig gelebt., Weiß auch nicht so recht, was ich damit sagen will, auf jeden Fall erlebe ich sowas für mich nur an einem Sonntag, an dem Jeder auf seine Art und Weise die Seele baumeln lässt. Das wünsche ich auf jeden Fall jedem Menschen.

Na dann wünsche ich noch einen schönen Sonntag und einen sonnigen Wochenstart.

(Nächste Woche ist vielleicht der Flohmarkt dran)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1 Kommentar 24.2.08 18:03, kommentieren

Wie es ist , ist es so?

Die Flucht in eine andere Welt ist so leicht und vollzieht sich schneller als man denkt. Ich dachte zumindest. Meine Versuche, der Realitäzu entfliehen, werden immer subtiler, je schneller ich ihnen auf die Schlicke komme. Ich liebte einmal einen Mann sehr. Dachte ich damals, von der erstne Sekunde an, ich schwöre es. Und wenn es auch nur für den Moment war. Es mag kitschig klingen, doch wir verbrachten endlose Stunden in seiner 30er Jahre Wohnung und ich dachte, die Welt da draussen, sie existiert nicht. Ich habe mich total verloren in die 30er , in diesen Mann, wie vorher nie zuvor und danach auch nciht mehr. Als er von heute auf morgen weg war, ´blieb ich kleines Häufchen Elend zurück und von mir war nichts mehr übrig.

Das lag aber nicht nur an ihm, in den letzten zwei Jahren vorher hatte ich auch so schon fleißig an meiner Selbstauflösung gebastelt. Doch er - ja er gab mir den totalen Kick. Genauso wie ich sie liebe, die Selbstzerstörung, ich sage auch ganz provokant, wie ich sie mir aussuche, wie viele Menschen von uns. Wenn sie glauben flüchten zu müssen, wenn die reale Welt sie zu sehr von der wilden Romantik der Drachentöter und Elfenfänger ablenkt.

Seufz..

 

Ich flüchte nur zu gerne, nicht nur in Beziehungen, in so ziemlich allen flüchte ich. Ein Allesflüchter. Doch weil ich mir immer selber auf die Schliche komme und niemand es mir krumm nimmt, akzeptieren meine engsten Freunde die Fluchten. Auch wenn sie mich oft nicht nachvollziehen können.

Doch ist nicht jeder Mensch ab irgendeinem Punkt nicht mehr Nicht nachvollziehbar? 

 

 

1 Kommentar 25.2.08 20:48, kommentieren